News

Liebe Patient*innen

13.10.2020

Vom Montag, den 28.10.2019, bis Freitag, den 01.11.2019 findet wegen unserer Herbstferien und Feiertag am 01.11.2019 (Allerheiligen) keine Sprechstunde statt.

Ab Montag, den 04.11.2019 sind wir wieder für Sie da.

In dringenden Notfällen vertritt mich:
Dr. med. Heribert Braig
Rosgartenstraße 16
78462 Konstanz
Tel.: 22880

Bei Nichterreichen des Kollegen, und am Wochenende wenden Sie sich bitte an den
ichen Notdienst Tel: 116 117

Eine Kombination gesunder Lebensstilfaktoren verlängert die krankheitsfreie Lebenszeit

28.08.2020

Jeder möchte gern alt werden - die meisten Menschen allerdings nur dann, wenn sie das auch gesund erreichen, ohne die Lebensqualität stark einschränkende chronische Erkrankungen ...

Der Einfluß einzelner Lebensstilfaktoren auf das individuelle Risiko chronischer Erkrankungen ist gut untersucht und unstrittig. Inwiefern eine Kombination solcher Faktoren jedoch assoziiert ist mit krankheitsfreien Lebensjahren, ist bislang nicht klar.

Nun gibt es eine Studie an über 116.000 Teilnehmern zu diesem Thema.
Das Ergebnis:
Verschiedene gesunde Lebensstilfaktoren wie ein Body Mass Index im Normbereich, nie geraucht zu haben, regelmäßige körperliche Aktivität und ein sehr moderater Alkoholkonsum sind statistisch bedeutsam assoziiert mit einem Gewinn an Lebensjahren ohne chronische Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus 2, Herzkranzgefäß- oder Atemwegserkrankungen, Krebs, Herzinfarkt, Herzschwäche oder Demenz.
Auf Normalgewichtigkeit liegt dabei ein besonderer Schwerpunkt, d.h.: Übergewicht, v.a. starkes Übergewicht mit einem BMI von mehr als 30 kg/qm, ist ein besonders gravierender Faktor für das Auftreten chronischer Erkrankungen.
Sauber herausgerechnet wurden andere Einflußfaktoren, wie z.B. der sog. sozioökonomische Status; körperliche Aktivität hieß in der Studie auch im Alltag praktisch erreichbare entweder >2,5 Std. moderate oder >1,25 Std. starke Aktivität / Woche.
(Nyberg et al. Association of Healthy Lifestyle With Years Lived Without Major Chronic ... JAMA Intern. Med. 2020; 180:760-768)

Keine L-Thyroxin-Therapie bei nur leicht erhöhtem TSH-Wert

28.08.2020

Bisher erhielten Patient*innen mit leichter Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) routinemäßig sehr früh einen Hormonersatz mit L-Thyroxin.
Eine Studie an mehr als 1000 Pat. >64 Jahren ergab nun: Erhalten diese Pat. mit nur leicht erhöhten TSH-, aber normalen T4-Werten L-Thyroxin, steigt ihr Sterberisiko um 60% (!) pro Jahr der Therapie.
Teilnehmer*innen der Studie, die mit niedrignormalem TSH Schilddrüsenhormone bekamen, starben fast doppelt so häufig im Vergleich zu unbehandelten Menschen.

Fazit: Bei isolierter TSH-Überhöhung sollte man mit einer L-Thyroxin-Gabe sehr vorsichtig sein; generell sollten wegen häufiger TSH-Wert-Schwankungen über den Tag pathologische Werte zunächst überprüft werden, bevor eine Therapieentscheidung getroffen wird.
(Endocrine J. 2020; https://bit.ly/3jNvlyE)

27.06.2020

Liebe Praxisbesucher*innen,

ab 2020 haben wir mit dem Ziel einer noch besseren hausärztlichen Versorgung - herzlichen Dank für die gute Annahme durch Sie - die Praxis Freitags nicht mehr bis 13.00 Uhr, sondern bis 16.00 in der offenen Sprechstunde für Sie geöffnet! Um 16.00 beginnt dann nahtlos der Ärztliche Bereitschaftsdienst des Landkreises Konstanz (Tel.-Nr. 116 117).
Ab Juli 2020 ist mit der gleichen Zielsetzung Dienstags Nachmittags nun bis 18.00 mein allgemeinmedizinischer Kollege Herr H.J. Bansbach in der offenen Sprechstunde für Sie tätig. Ich selbst übernehme außer wie bisher Montag Nachmittag nun bis 18.00 die offene Sprechstunde Donnerstag Nachmittag. Ab 18.00 ist dann der Ärztlicher Bereitschaftsdienst tätig (Tel.-Nr. 116 117).

Mit herzlichem Gruß, Ihr Dr. A. Witzel

Bei der Zuckererkrankung (Typ-2-Diabetes) ist durch eine Gewichtsabnahme die Wiederherstellung der eigenen Insulinausschüttung möglich

14.06.2020

In der DIRECT-Studie* wurde vor 2 Jahren gezeigt, dass rund 50% stark übergewichtiger Diabetiker durch eine Lebensstiländerung ihre Insulinsekretion wiederherstellen konnten - in der Regel kommt es bei adipösen Patienten zum Diabetes, wenn - bei bestehender Insulinresistenz - die eigene Insulinsekretion nachläßt. Während es aber beim Typ-2-Diabetes in der Regel nach spätestens 10 Jahren für die Hälfte der Patienten dann heißt: "Die Tabletten reichen nicht mehr, wir müssen mit Insulin therapieren!", ließ sich dies bei den untersuchten Patienten durch eine deutliche und nachhaltige Gewichtsabnahme vermeiden. Dies gilt v.a. am Anfang des Diabetes (in der Studie: innerhalb der ersten 6 Jahre), und kann gehen bis hin zum Absetzen sämtlicher Antidiabetika.
(Zhyzneuskaya et al. Time course of normalization of functional beta cell capacity in DIRECT after weight loss in type 2 diabetes. Diabetes Care, 2020)

Wieviel Eier darf man in der Woche essen, ohne sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen?

14.06.2020

Seit vielen Jahren ist der Einfluß der Cholesterinzufuhr mit der Nahrung auf das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwischen Ärzten und Wissenschaftlern strittig - und jeder Standpunkt kann sich auf zahlreiche Veröffentlichungen stützen. Die Korrelation zwischen Aufnahme und Blutspiegel von Cholesterin ist letztlich schwach, so dass die vor Jahren empfohlene Zufuhrbegrenzung des Nahrungs-Cholesterins auf 300 mg tgl. aus den Leitlinien gestrichen wurde. Aktuell wurden - abschließend? - drei US-Studien mit über 215.000 Patienten ausgewertet; diese hatten zu Studienbeginn keine Herz-Kreislauf- oder Diabetes-Erkrankung. Die Datenaufnahme erfolgte über 33 Jahre (!), viele Einflußfaktoren (z.B. Bluthochdruck, Gewicht, Rauchen, familiäre Belastung) wurden statistisch sauber herausgerechnet. Ergebnis: 1 Ei tgl. erhöhte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht. Die Mehrzahl der Probanden verzehrte 1-5 Eier/Woche, wer mehr aß, hatte statistisch gehäuft höheres Gewicht und verzehrte mehr rotes Fleisch. Rechnet man dies heraus, so war über den gesamten Konsumbereich keine Veränderung des Erkrankungsrisikos durch den Verzehr von Eiern darstellbar. Bei Studienteilnehmern asiatischer Herkunft ergab sich sogar der gegenteilige Effekt: Je mehr Eier gegessen wurden, desto weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen traten auf.
(Drouin-Chartier et al. Egg consumption and risk of cardiovascular disease, ... , systematic review and updates meta-analysis. BMJ, 2020).

Blutdruckmedikamente immer am Abend nehmen ? - häufig nachgefragt

06.01.2020

In den letzten Wochen werden wir immer häufiger gefragt, ob es sinnvoll ist, die verordneten Blutdruckmedikamente abends einzunehmen, statt morgens. Hintergrund der Fragestellung "morgens oder abends" ist, wie auch in einem Artikel im Südkurier kolportiert, auf den sich viele Fragende beziehen, dass der nächtliche Blutdruck stärker mit Folgeekrankungen des Bluthochdrucks assoziiert ist (Schlaganfall und Herzinfarkt) als der am Tage. V.a. die "Hygia-Chronotherapy-Study" (Hermida et al, Eur Heart J online Oktober 2019) behauptet, dass die Einnahme von mindestens einem Blutdruckmedikament am Abend im Vergleich zur Einnahme aller Medikamente am Morgen große Effekt auf die Folgeekrankungen hat; diese Studie war Hauptauslöser der Diskussion in der 2. Jahreshälfte 2019. Als Resümee aus der momentanen Studienlage zieht das pharmaunabhängige "arznei-telegramm" angesichts der aufgeflammten zum Teil recht hitzigen Diskussionen nun aber 12/19 den Schluss, dass die Publikation so mangelhaft ist, dass die Ergebnisse nicht als Grundlage einer rationalen Blutdrucktherapie dienen sollten. Es wurden bei der Veröffentlichung keine Daten zur "Randomisierung" (Zufällige Aufteilung der Untersuchten auf die verschienen Therapiegruppen), zur genauen gegebenen Medikation und selbst zur Definition der sog. "Endpunkte" (Eintreten eben der zu untersuchenden Folgeerkrankungen) gemacht, auch nicht zur langfristigen Nachverfolgung der unterschiedlich therapierten Behandlungsgruppen. Somit ergeben sich momentan keinerlei Therapieoptionen aus den vermeintlich so sensationellen Daten.
Selbstverständlich ist es bei einer Blutdrucktherapie mit mehreren Substanzen üblich, die Medikation aus den unterschiedlich lang wirkenden und sich ergänzenden Substanzen so über den Tag zu verteilen, dass Blutdruckspitzen zu bestimmten Zeiten bestmöglich therapiert werden - dafür ist die gelegentliche Durchführung einer Langzeit-Blutdruck-Messung hilfreich, die wir in unserer Praxis auch anbieten ... Das ist aber keine neue, sondern eine altbekannte und zeitlose Weisheit. Im übrigen bleibt nicht zu vergessen, dass, wenn auch nicht bei allen, so doch bei der Mehrzahl der Menschen mit oder ohne Bluthochdruck die nächtlichen "RR-"Werte um bis zu 10-20% niedriger liegen als am Tag. Das ist bei Patienten mit arteriosklerotischen Gefäßveränderungen (Gefäßverkalkung) sehr beachtenswert, da dadurch nachts die Durchblutung z.B. der Herzkranzgefäße im Vergleich zum Tag absinkt. Ein zu starkes zusätzliches "Dippen" der Werte durch v.a. abends gegebene Blutdrucksenker kann im Einzelfall gefährlich werden.

01.03.2019

Wir freuen uns, dass wir zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung vor allem auch der hausärztlichen Versorgung ab dem 1. März 2019 Herrn Hans-Jörg Bansbach als angestellten Arzt zum Praxis-Team hinzugewinnen konnten. Herr Bansbach übernimmt als Schwerpunkt die Hausbesuche an den Dienstagen und Donnerstagen, im übrigen Freitags einen Teil der Sprechstunde und die für Sie an den Freitag Nachmittagen verlängerte Sprechstunde bis 16.00 abdecken.
Herr Bansbach lebt in Konstanz, ist langjährig erfahrener Allgemeinmediziner und auch schon seit Jahren in der allgemeinmedizinischen Praxis tätig. Besonders Dr. Witzel freut sich sehr auf die vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit!

Vitamin D und Schutz vor Erkrankungen - häufig nachgefragt ...

07.01.2019

Nachdem bereits im Deutschen Ärzteblatt für das Fachpublikum vor kurzem zu lesen stand, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D nicht gegen Osteoporose hilft, titelte aktuell für den amerikanischen Raum die New York Times "Vitamin D ... ineffektiv in der Prävention von Krebs und Herzinfarkten"; und auch in Deutschland bezweifelt die ZEIT in ihrer Ausgabe vom 03.01.2019 auf Seite 34 ganzseitig, dass die Supplementierung mit Vitamin D einen Nutzen hat: Unstrittig ist, dass ein extremer Vitamin-D-Mangel schadet, so dass die Dt. Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde empfiehlt, Säuglingen bis zum Ende des 1. Lebensjahres täglich eine Extradosis Vitamin D zuzuführen. Eindeutig belegt ist allerdings nur, dass "Vitamin D eine Auswirkung auf die Knochengesundheit hat". Darüber hinaus sind viele Ergebnisse aus sog. Beobachtungsstudien abgeleitet, ein Vitamin-D-Mangel wird von verschiedenen Untersuchern verschieden definiert, etwas wirklich Kausales ist nicht belegt.
"Man beobachtet zum gleichen Zeitpunkt eine bestimmte Erkrankung und einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel und legt deshalb einen Zusammenhang nahe." Ebenso, wie es sein kann, dass dieser niedrige Vitamin-D-Spiegel Erkrankungen auslöst, "kann es aber auch sein, dass beispielsweise Krebskranke oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht mehr richtig aus dem Haus kommen". Weitere Studien, die üblicherweise in der Medizin für belastbare Aussagen zugrundegelegt werden, sog.
randomisierte kontrollierte Studien, sind "oft zu klein gewesen oder zu kurz gelaufen, oder der Vitamin-D-Wert wurde zu Beginn der Studie nicht bestimmt". Inhalt des ZEIT-Artikels ist u.a. eine nun veröffentlichte große Studie mit 26.000 gesunden Probanden, der "größte Versuch zu den Gesundheitseffekten von Vitamin D", über 5 Jahre laufend, mit zufälliger Zuteilung der Probanden, regelmäßigen Messungen und Ausschluß weiterer Faktoren, die verfälschend sein könnten. Ergebnis: "Im Vergleich zum Placebo senkte die Vitamin-D-Gabe weder die Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen oder Schlaganfällen".
Nachdem die Kunde von der "Vitamin-D-Krise" in den letzten Jahren sich ubiquitär verbreitete, nahmen zahllose auch junge Menschen regelmäßig Vitamin D ein, ließen ihre Laborwerte bestimmen (so ist die Vitamin-D-Bestimmung der Parameter mit den höchsten Wachstumszahlen im Labor, sagt Matthias Orth, Sprecher des Berufsverbands Dt. Laborärzte). "In gewissen Kreisen gelte Vitamin D als Glückshormon".
"Wenn jeder Dritte einen Mangel an Vitamin D haben soll", so Orth weiter, "dann mache ich aus einem physiologischen Zustand eine Krankheit". Hinzu kommt, dass die Ergebnisse von Tag zu Tag und Labor zu Labor "extrem schwank(t)en". Selbst das Robert-Koch-Institut betont, "dass in Deutschland weniger Personen mangelhaft mit Vitamin D versorgt sind als vorher angenommen".
"Viel wichtiger als ein pauschal festgelegter Zielwert ist die individuelle Betrachtung. Wie ist die Lebenssituation einer Frau oder eines Mannes, wie alt ist der Mensch, ist er krank?" Laborarzt Orth zieht den Kreis indes noch enger: "Es gibt für die Vitamin-D-Bestimmung eigentlich nur eine klare medizinische Indikation: Eine Nierenschwäche". "Wenn man (als Gesunde/r) eine niedrige Dosis von 800-1000 Einheiten Vitamin D tgl. nimmt und dann das Gefühl hat, man tut sich etwas Gutes, schadet man sich sicherlich nicht", sagt M. Weber von der deutchen Gesellschaft für Endokrinologie. "Mit höheren Dosen wäre ich sehr zurückhaltend, zumindest für hoch dosiertes Vitamin D gibt es Daten, die darauf hinweisen, dass es Nierensteine auslösen kann." Am Ende sei es am besten, einem Mangel mit einer normalen, aktiven Lebensführung vorzubeugen. "Das hat sich durch alle Vitaminstudien gezeigt". Es genügt schon eine Viertelstunde täglich an der frischen Luft.

19.09.2018

Wir freuen uns, dass unsere Praxis und persönlich Dr. Witzel seit 07.09.2018 mit Entscheid der Bezirksärztekammer Südbaden die Weiterbildungsbefugnis für die Ausbildung von Ärzten im Weiterbildungsgang "Allgemeinmedizin" (18 Monate) zuerkannt bekommen hat. Damit können wir junge Allgemeinmediziner/innen bei uns ein gutes Stück auf Ihrem Weg zum Facharzt begleiten.

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